Fachbeitrag von Printerado – Textildruck & Stickerei, Fürth bei Nürnberg | Aktualisiert am 13. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
DTG ist das Verfahren der Wahl, wenn das Motiv viele Farben hat und die Auflage klein ist. Bei großen Stückzahlen mit wenigen Farben ist es das falsche.
- Prinzip: Tinte wird direkt in die Faser gedruckt, ohne Sieb und ohne Folie.
- Stärke: jede Farbanzahl zum gleichen Preis, ab einem Stück wirtschaftlich.
- Material: am besten auf Baumwolle, bei Mischgewebe mindestens 50 % Baumwollanteil.
- Druckfläche: bis 400 × 530 mm.
DTG-Digitaldruck (Direct to Garment) ist ein Textildruckverfahren, bei dem eine Spezialtinte mit Druckköpfen direkt auf das Textil aufgebracht wird und in die Faser einzieht – vergleichbar mit einem Tintenstrahldrucker, nur auf Stoff statt auf Papier. Weil weder Siebe noch geschnittene Folien nötig sind, entfällt die gesamte Vorbereitung, die andere Verfahren teuer macht. Printerado druckt in Fürth für Kunden aus Nürnberg, Erlangen und der gesamten Metropolregion – vom Einzelstück bis zur Kleinserie.
Wofür sich DTG besonders eignet
DTG eignet sich besonders für Motive, an denen andere Verfahren scheitern: Fotografien, Illustrationen mit weichen Übergängen, Designs mit zwanzig Farben, und alles, was pro Stück anders aussehen soll. Da jedes Teil einzeln aus der Datei gedruckt wird, kostet das fünfzigste Motiv genauso viel wie das erste – und es kann ein völlig anderes sein.
Jede Farbanzahl gleich teuer
Kein Aufpreis pro Farbe, Verläufe sind ohne Mehrkosten möglich
Ab einem Stück
Keine Werkzeugkosten, deshalb keine hohe Mindestmenge
Weicher Griff
Die Tinte sitzt in der Faser statt als Schicht darauf
Auch auf Dunkel
Über eine weiße Grundierung im selben Druckvorgang
Und wofür DTG nicht die richtige Wahl ist
Der Unterschied zwischen DTG-Digitaldruck und Siebdruck liegt in der Kostenstruktur: Beim Siebdruck fällt der Aufwand einmal pro Farbe an, beim DTG pro Stück. Ab einer gewissen Auflage kippt das Verhältnis. Bei 200 Shirts mit einem zweifarbigen Vereinslogo ist der Siebdruck deutlich günstiger und deckt zudem kräftiger – dann raten wir davon ab, DTG zu nehmen, auch wenn es technisch ginge.
Auch beim Material gibt es Grenzen. DTG lebt davon, dass die Tinte in die Faser einzieht, und das funktioniert auf Baumwolle. Bei Mischgewebe sollte der Baumwollanteil mindestens 50 % betragen; darunter wird das Ergebnis blasser, weil Polyester die Tinte nicht aufnimmt. Für Funktionstrikots, Softshelljacken und andere synthetische Textilien ist deshalb der DTF-Transferdruck das passende Verfahren, für dauerhaft getragene Arbeitskleidung die Stickerei. Einen Überblick gibt die Seite Veredelungsarten.
Vorbehandlung: der Schritt, den man nicht sieht
Die Vorbehandlung bezeichnet das Aufbringen einer Flüssigkeit auf das Textil vor dem eigentlichen Druck, die dafür sorgt, dass die weiße Grundierung auf der Oberfläche bleibt, statt in den Stoff zu versickern. Ohne sie gibt es auf dunklen Textilien kein brillantes Ergebnis – die Farben wirken stumpf und verwaschen.
Dieser Schritt ist auch der Grund, warum die Qualität zwischen Anbietern schwankt. Zu wenig Vorbehandlung heißt matte Farben, zu viel hinterlässt einen sichtbaren Rand um das Motiv, der nach dem ersten Waschen als heller Schatten zurückbleibt. Die richtige Menge hängt von Stoffart, Farbe und Motivgröße ab. Wer einen Musterdruck sieht, bevor die Auflage läuft, erkennt solche Fehler sofort – ein Argument für einen Veredler in der Nähe.
Tinten, Prüfung und Pflege
Bei Printerado kommen OEKO-TEX zertifizierte Tinten zum Einsatz. Was das konkret heißt: Die OEKO-TEX Prüfung untersucht auf Rückstände gesundheitsgefährdender Stoffe und setzt dafür Grenzwerte an – rund hundert Parameter, darunter Formaldehyd, Schwermetalle und Pestizide. Sie bescheinigt also geprüfte Schadstoffwerte, nicht Schadstofffreiheit, und sie trifft keine Aussage über die Umweltbedingungen der Herstellung. Für die Praxis ist sie trotzdem das relevante Kriterium, weil sie den Hautkontakt betrifft.
Für die Haltbarkeit ist die Pflege entscheidend: bei maximal 40 °C auf links waschen, keinen Trockner verwenden, nicht direkt auf das Motiv bügeln. Unter diesen Bedingungen bleibt ein DTG-Druck über viele Wäschen hinweg farbstabil. Wird das Shirt heiß gewaschen und getrocknet, altert der Druck deutlich schneller – das gilt für jedes Direktdruckverfahren.
Technische Eckdaten
| Maximale Druckfläche | 400 × 530 mm |
|---|---|
| Ideales Material | 100 % Baumwolle |
| Mischgewebe | Mindestens 50 % Baumwollanteil empfohlen |
| Druckdaten | PNG, JPG, PDF oder AI, mindestens 150 dpi, besser 300 dpi in Originalgröße |
| Geeignete Textilien | T-Shirts, Hoodies, Sweatshirts, Polos, Taschen |
Ein häufiger Stolperstein bei den Druckdaten: Ein Logo, das von einer Website kopiert wurde, hat meist 72 dpi und wird im Druck sichtbar unscharf. Entscheidend ist die Auflösung in der tatsächlichen Druckgröße, nicht in der Bildschirmansicht. Details dazu stehen auf der Seite Datenerstellung.
Typische Einsatzbereiche
Bands und Labels
Merchandise mit aufwendigen Motiven, auch in kleinen Stückzahlen
Startups
Erste Teamshirts, bevor die Auflage groß genug für Siebdruck ist
Events
Junggesellenabschied, Abschlussfeier, Firmenjubiläum
Geschenke
Fotomotive und personalisierte Einzelstücke
Passende Rohlinge finden sich in der Kategorie T-Shirts und Sweatshirts. Wer regelmäßig nachbestellt, kann sein Sortiment über einen Partnershop dauerhaft abrufbar halten.
DTG-Digitaldruck in Fürth, Nürnberg und Erlangen
Printerado druckt in Fürth und beliefert Kunden aus Nürnberg, Erlangen, Stein, Oberasbach, Zirndorf, Schwabach und der gesamten Metropolregion; Abholung vor Ort ist nach Vereinbarung möglich. Gerade beim DTG lohnt sich der kurze Weg, weil sich am Musterdruck Dinge zeigen, die am Bildschirm unsichtbar bleiben – wie eine Farbe auf dem konkreten Stoff tatsächlich wirkt, oder ob ein feines Detail im Gewebe noch trägt. Eine erste Preisorientierung liefert der Preiskalkulator.
Häufig gestellte Fragen
Was ist DTG-Digitaldruck?
DTG-Digitaldruck (Direct to Garment) ist ein Textildruckverfahren, bei dem eine Spezialtinte mit Druckköpfen direkt auf das Textil aufgebracht wird und in die Faser einzieht, vergleichbar mit einem Tintenstrahldrucker auf Papier. Es werden weder Siebe noch geschnittene Folien benötigt, wodurch die Vorbereitungskosten entfallen.
Wann ist Siebdruck besser als DTG?
Beim Siebdruck fällt der Aufwand einmal pro Farbe an, beim DTG pro Stück. Bei hohen Auflagen mit wenigen Farben, etwa 200 Shirts mit einem zweifarbigen Logo, ist Siebdruck deutlich günstiger und deckt kräftiger. DTG lohnt sich dagegen bei kleinen Auflagen, vielfarbigen Motiven und wenn jedes Teil ein anderes Design tragen soll.
Funktioniert DTG-Druck auch auf dunklen T-Shirts?
Ja. Auf dunklen Textilien wird im selben Druckvorgang zunächst eine weiße Grundierung aufgebracht, auf die anschließend die Farben gedruckt werden. Voraussetzung ist eine korrekt dosierte Vorbehandlung des Stoffes, damit die Grundierung auf der Oberfläche bleibt und nicht im Gewebe versickert.
Auf welchen Materialien funktioniert DTG?
Am besten auf 100 Prozent Baumwolle, da die Tinte in die Faser einziehen muss. Bei Mischgewebe wird ein Baumwollanteil von mindestens 50 Prozent empfohlen; darunter fällt das Ergebnis blasser aus, weil Polyester die Tinte nicht aufnimmt. Für synthetische Textilien wie Funktionstrikots eignet sich stattdessen der DTF-Transferdruck.
Welche Druckdaten brauche ich für DTG-Digitaldruck?
Geeignet sind PNG, JPG, PDF oder AI mit mindestens 150 dpi, besser 300 dpi – und zwar bezogen auf die tatsächliche Druckgröße, nicht auf die Bildschirmansicht. Vektordateien sind für Logos ideal. Ein von einer Website kopiertes Logo hat meist nur 72 dpi und wird im Druck sichtbar unscharf.
Wie pflege ich ein DTG-bedrucktes Textil?
Bei maximal 40 °C auf links waschen, keinen Trockner verwenden und nicht direkt auf das Motiv bügeln. Unter diesen Bedingungen bleibt der Druck über viele Wäschen farbstabil. Heißes Waschen und Trocknen lassen den Druck deutlich schneller altern.
Kann ich auch ein einzelnes T-Shirt bedrucken lassen?
Ja, es gibt keine hohe Mindestbestellmenge. Da beim DTG keine Siebe angefertigt werden müssen, entstehen keine Werkzeugkosten, die sich erst ab einer bestimmten Stückzahl rechnen. Einzelstücke, Prototypen und personalisierte Geschenke sind damit wirtschaftlich umsetzbar.
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