Fachbeitrag von Alexander Weidinger | Printerado – Textildruck & Stickerei, Fürth bei Nürnberg
Das Wichtigste in Kürze
Das Pique Polo 203 ist das Allround-Polo für Betriebe mit Kundenkontakt – nicht das Modell für heiße Wäsche. Dieser Unterschied entscheidet.
- Modell: Malfini Pique Polo 203 – 65 % Baumwolle, 35 % Polyester, 200 g/m², Größen S bis 5XL.
- Wäsche: Laut Hersteller bis 40 °C. Für Küche, Pflege oder Industriewäsche ist es damit nicht gedacht.
- Kragen: 1:1-Rippstrick mit doppeltem Reliefstreifen, innen mit Band versäubert.
- Farbabhängig: Einzelne Melange-Töne haben eine abweichende Faserzusammensetzung – relevant bei gemischten Bestellungen.
Das Pique Polo 203 – Rippkragen mit doppeltem Reliefstreifen, Knopfleiste in Materialfarbe
Ein Piqué-Polo bezeichnet ein Poloshirt aus einer Strickbindung, die eine wabenartige, leicht erhabene Oberfläche bildet – im Unterschied zum glatten Single Jersey. Die Struktur hat drei Folgen: Sie lässt mehr Luft an die Haut, macht die Fläche formstabiler, und sie kaschiert Knitter. Für ein Polo, das acht Stunden getragen und danach gewaschen wird, ist das die richtige Bindung. Printerado veredelt das Modell 203 für Betriebe aus Fürth, Nürnberg und Erlangen – die Übersicht steht unter Poloshirts besticken.
Die Daten des Modells
| Material | 65 % Baumwolle, 35 % Polyester (Standardfarben) |
| Flächengewicht | 200 g/m² |
| Bindung | Piqué |
| Größen | S bis 5XL |
| Waschtemperatur | bis 40 °C |
| Kragen und Ärmel | 1:1-Rippstrick mit doppeltem Reliefstreifen |
| Knopfleiste | drei Knöpfe in Materialfarbe |
| Verarbeitung | Seitennähte, fixierte Schulternähte, Halsausschnitt innen mit Band |
Zwei Details am Kragen sind für Arbeitskleidung wichtiger, als sie klingen. Der 1:1-Rippstrick hat durch den regelmäßigen Wechsel von rechten und linken Maschen eine höhere Rückstellkraft als glattes Gestrick – er zieht sich nach dem Dehnen wieder zusammen, statt gedehnt zu bleiben. Der doppelte Reliefstreifen verstärkt diesen Effekt optisch und mechanisch. Die innere Versäuberung mit Band nimmt die Zugkraft beim Überziehen auf und verhindert, dass sich der Ausschnitt mit der Zeit verzieht. Ein ausgeleierter Kragen macht ein Polo untragbar, lange bevor der Stoff verschlissen ist.
40 Grad: wofür das Modell gedacht ist und wofür nicht
Der Hersteller gibt für das 203 eine Waschtemperatur von bis zu 40 °C an. Das ist die entscheidende Angabe bei der Auswahl, und sie wird in Angeboten regelmäßig übersehen. Für ein Handwerksunternehmen, einen Technikbetrieb, ein Ladengeschäft oder einen Verein reicht das vollkommen – dort wird normal gewaschen. Für Bereiche mit Hygieneanforderungen ist es das falsche Modell.
Zur Einordnung: Wenn in Küche, Pflege, Lebensmittelverarbeitung oder über eine gewerbliche Wäscherei gewaschen wird, führt an einem Modell aus der Resist-Linie kein Weg vorbei – das Resist heavy Polo R20 ist auf 95 °C in Weiß ausgelegt. Das 203 ist das Allround-Polo für alles darunter, und dafür ist es die günstigere und in der Farbauswahl deutlich breitere Wahl.
Für die Veredelung ist die 40-Grad-Angabe eher eine gute Nachricht. Ein Druck hält bei niedriger Waschtemperatur deutlich länger als bei Kochwäsche, weil weder die Farbschicht noch der Kleber thermisch belastet werden. Wer das Polo auf links und ohne Trockner wäscht, hat sehr lange etwas von einem sauberen Logo.
Die Farbfalle bei gemischten Bestellungen
Das 203 ist in einer sehr breiten Farbpalette verfügbar, und genau daraus entsteht ein Punkt, den man vorher wissen sollte: Die Faserzusammensetzung ist nicht bei allen Farben identisch. Die Standardfarben laufen mit 65 % Baumwolle und 35 % Polyester. Bei einzelnen Melange-Tönen weicht der Hersteller davon ab – etwa mit 97 % Baumwolle und 3 % Viskose oder mit 85 % Baumwolle und 15 % Viskose. Die Farbe 06 führt Malfini zusätzlich als Limited Edition in einem dunkleren Ton.
Praktisch heißt das zweierlei. Erstens beim Waschen: Ein höherer Baumwollanteil bedeutet etwas mehr Schrumpf und eine längere Trockenzeit. Wer eine Abteilung in Anthrazit-Melange und eine in Navy ausstattet, sollte damit rechnen, dass sich die Teile nach einem Jahr minimal unterschiedlich anfühlen. Zweitens bei der Kennzeichnung: Wer die Teile weiterverkauft, muss die Faserzusammensetzung je Artikel korrekt angeben – und die ist dann eben nicht für alle Farben dieselbe.
Veredelung: was auf Piqué funktioniert
Stickerei eignet sich besonders für Piqué, weil das strukturierte Gewebe bei 200 g/m² dicht und fest genug ist, um das Stickgarn sauber zu tragen, und der Polyesteranteil verhindert, dass sich der Stoff um das Motiv herum wellt. Für ein Firmenlogo auf der linken Brust ist das die haltbarste und hochwertigste Variante. Für Motive mit weichen Farbübergängen bietet die Coloreel-Stickerei die Möglichkeit, Verläufe zu sticken statt sie in harte Farbflächen zu zerlegen; der Faden trägt dabei zu jedem Zeitpunkt genau eine Farbe.
Beim Druck entscheidet die Stückzahl. Im Siebdruck wird pro Farbe ein Sieb angefertigt; diese Einrichtung fällt einmal an und verteilt sich dann auf alle Teile, weshalb das Verfahren erst ab größeren Auflagen wirtschaftlich wird. DTF-Transferdruck kommt ohne Einrichtung aus und ist damit auch für kleine Teams sinnvoll – und wenn jeder Mitarbeiter seinen Namen bekommen soll, ohnehin die einzige praktikable Lösung. Flock und Flex passen für einfarbige Schriftzüge und Nummern.
Eine Anmerkung zur Piqué-Oberfläche beim Druck: Die Wabenstruktur ist nicht glatt, feine Linien unter etwa einem Millimeter verlieren darauf an Schärfe. Wer ein filigranes Logo hat, sollte es für das Polo leicht vereinfachen statt es zu verkleinern. Hinweise zur Dateivorbereitung stehen unter Datenerstellung.
Für welche Betriebe das Modell passt
Handwerk mit Kundentermin
Der Kragen macht den Unterschied zum T-Shirt beim Kunden
Technik und Service
Breite Farbauswahl für abteilungsweise Unterscheidung
Handel und Empfang
Formstabiler Kragen auch nach Monaten täglicher Wäsche
Vereine und Verbände
Größenlauf bis 5XL deckt einen kompletten Verein ab
Als Ergänzung werden häufig Arbeitsshirts und Softshelljacken in derselben Farbwelt bestellt; passende Modelle stehen unter Handwerker-Workwear. Fertig bestickte Varianten finden sich unter bestickte Poloshirts.
Poloshirts besticken lassen in Fürth, Nürnberg und Erlangen
Unsere Werkstatt liegt im Fürther Norden, im Knoblauchsland direkt an der Stadtgrenze zu Nürnberg — rund 20 Autominuten vom Nürnberger Hauptbahnhof und etwa 10 Minuten vom Flughafen Nürnberg. Damit sind wir für Betriebe aus Fürth, Nürnberg, Erlangen, Stein, Oberasbach, Zirndorf, Schwabach und Herzogenaurach gut erreichbar; Abholung vor Ort ist nach Vereinbarung möglich.
Wir veredeln in eigener Produktion und legen die Stickdatei ab, sodass eine Nachbestellung in zwei Jahren dasselbe Ergebnis liefert wie die Erstauflage. Für Betriebe mit laufendem Bedarf richten wir einen Partnershop ein, über den Mitarbeiter selbst in der richtigen Größe nachbestellen. Eine erste Preisorientierung gibt der Preiskalkulator.
Häufig gestellte Fragen
Bei welcher Temperatur darf das Poloshirt 203 gewaschen werden?
Der Hersteller gibt bis zu 40 °C an. Für Handwerk, Technik, Handel und Vereine reicht das aus. Wenn in Küche, Pflege oder Lebensmittelverarbeitung heißer gewaschen werden muss, ist ein Modell aus der Resist-Linie die richtige Wahl – dort sind weiße Teile auf 95 °C ausgelegt. Für die Veredelung ist die niedrigere Temperatur ein Vorteil, weil Druck und Stickerei weniger belastet werden.
Was ist der Unterschied zwischen Piqué und glattem Jersey?
Piqué wird so gestrickt, dass eine wabenartige, leicht erhabene Oberfläche entsteht, während Jersey glatt durchläuft. Die Struktur lässt mehr Luft an die Haut, macht die Fläche formstabiler und kaschiert Knitter besser. Für ein Polo, das acht Stunden getragen und danach gewaschen wird, ist Piqué die passende Bindung.
Haben alle Farben dieselbe Materialzusammensetzung?
Nein. Die Standardfarben bestehen aus 65 % Baumwolle und 35 % Polyester, bei einzelnen Melange-Tönen weicht der Hersteller davon ab – etwa mit 97 % Baumwolle und 3 % Viskose oder mit 85 % Baumwolle und 15 % Viskose. Das ist bei gemischten Bestellungen relevant, weil ein höherer Baumwollanteil etwas mehr Schrumpf und eine längere Trockenzeit bedeutet. Wir nennen die genaue Zusammensetzung im Angebot je Farbe.
Welche Größen gibt es?
Der Hersteller führt das Modell in den Größen S bis 5XL. Für eine Teamausstattung empfiehlt sich trotzdem ein Musterteil, das durch den Betrieb geht, bevor die Größenliste ausgefüllt wird – Schnitte fallen je nach Hersteller unterschiedlich aus, und geschätzte Größen sind die häufigste Ursache für Nachbestellungen.
Welche Veredelung passt auf ein Piqué-Polo?
Für ein Firmenlogo auf der Brust ist Stickerei die haltbarste und hochwertigste Variante – das dichte Piqué trägt das Garn sauber, und der Polyesteranteil verhindert Wellen um das Motiv. Mehrfarbige Motive laufen im DTF-Transferdruck, große Auflagen mit gleichbleibendem Motiv im Siebdruck. Zu beachten ist die Wabenstruktur: Sehr feine Linien verlieren darauf an Schärfe und sollten etwas kräftiger angelegt werden.
Wohin gehört das Firmenlogo auf einem Polo?
Die linke Brust ist die übliche Position, weil sie beim Sitzen und im Gespräch sichtbar bleibt. Der Ärmel eignet sich für ein zweites Element wie eine Abteilung oder eine Zertifizierung. Namen einzelner Mitarbeiter setzt man am besten auf die rechte Brustseite, weil sie dort unabhängig vom Firmenlogo stehen.
Kann ich später einzelne Teile nachbestellen?
Ja. Wir legen die Stickdatei beziehungsweise die Druckdaten ab, sodass eine Nachbestellung dasselbe Ergebnis liefert wie die Erstauflage. Für Betriebe mit laufendem Bedarf richten wir einen Partnershop ein, über den Mitarbeiter selbst nachbestellen können, ohne dass jedes Mal eine Sammelbestellung organisiert werden muss.
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