Fachbeitrag von Alexander Weidinger | Printerado – Textildruck & Stickerei, Fürth bei Nürnberg
Das Wichtigste in Kürze
Bei einem Arbeitspolo entscheidet der Kragen darüber, wie lange die Ausstattung ordentlich aussieht. Genau dort setzt das Resist heavy Polo an.
- Modell: Malfini Rimeck R20 Resist heavy Polo – 100 % vorgeschrumpfte Baumwolle im Piqué, 200 g/m², Größen S bis 4XL.
- Wäsche: Weiß bis 95 °C, farbig bis 60 °C – laut Hersteller für das unveredelte Textil.
- Kragen: 1:1-Rippstrick plus innere Versäuberung mit Band – die zwei Details, die ihn in Form halten.
- Für 95 °C: Stickerei. Bei Druck empfehlen wir 60 °C, unabhängig davon, was das Textil aushält.
Ein Workwear-Polohemd bezeichnet ein Poloshirt, das für den beruflichen Dauereinsatz konstruiert ist – mit festerem Gewebe, verstärkten Nähten und einer Waschbeständigkeit, die deutlich über der eines Freizeitpolos liegt. Der Unterschied zum normalen Polo zeigt sich nicht im Schnitt, sondern nach einem halben Jahr täglicher Wäsche. Das Resist heavy Polo R20 aus der Rimeck-Linie von Malfini ist genau dafür gemacht; der Hersteller bezeichnet es als das einzige Polo im eigenen Sortiment, das sehr hohe Waschtemperaturen mitmacht. Printerado veredelt es für Betriebe aus Fürth, Nürnberg und Erlangen – eine Übersicht steht unter Poloshirts besticken.
Warum der Kragen über die Ausstattung entscheidet
Ein Poloshirt wird dort getragen, wo Mitarbeiter Kunden gegenüberstehen – im Service, im Handwerk beim Kundentermin, an der Rezeption, im Verkauf. Der Kragen ist dabei das Signal: Er unterscheidet das Arbeitspolo vom T-Shirt und ist gleichzeitig das Teil, das als Erstes unordentlich wird. Ein ausgeleierter, wellig gewordener Kragen macht ein ansonsten intaktes Shirt untragbar, und zwar lange bevor der Stoff verschlissen ist.
Zwei Konstruktionsdetails wirken dagegen. Der 1:1-Rippstrick an Kragen und Ärmelabschlüssen hat durch den regelmäßigen Wechsel von rechten und linken Maschen eine höhere Rückstellkraft als glattes Gestrick – er zieht sich nach dem Dehnen wieder zusammen, statt gedehnt zu bleiben. Die innere Versäuberung des Halsausschnitts mit einem Band nimmt die Zugkraft auf, die beim Überziehen entsteht, und verhindert, dass sich der Ausschnitt mit der Zeit verzieht. Beides kostet in der Produktion wenig und entscheidet über ein Jahr Nutzungsdauer.
Die Daten des Modells
| Material | 100 % vorgeschrumpfte Baumwolle, Piqué |
| Flächengewicht | 200 g/m² |
| Größen | S bis 4XL |
| Waschtemperatur | 95 °C in Weiß, 60 °C in den Farbtönen |
| Kragen und Ärmel | 1:1-Rippstrick, Halsausschnitt innen mit Band versäubert |
| Knopfleiste | drei Knöpfe in Materialfarbe |
| Verarbeitung | Seitenschlitze, fixierte Schulternähte |
| Label | wahlweise mit oder ohne Markenlabel in der Seitennaht |
Der Unterschied zwischen Piqué und glattem Jersey liegt in der Maschenstruktur: Piqué wird so gestrickt, dass eine wabenartige Oberfläche entsteht, während Jersey glatt durchläuft. Die Struktur bringt drei Effekte mit – sie lässt mehr Luft an die Haut, sie macht die Fläche steifer und damit formstabiler, und sie kaschiert Knitter besser. Für ein Polo, das acht Stunden getragen und danach gewaschen wird, ist das die richtige Bindung. Die Seitenschlitze haben einen praktischen Grund, der selten genannt wird: Sie verhindern, dass das Polo beim Bücken oder bei Überkopfarbeit hochrutscht und sich über der Hose staut.
95 Grad: was das Textil aushält und was die Veredelung aushält
Die Herstellerangabe „waschbar bis 95 °C" gilt für das Polo, wie es geliefert wird. Sobald ein Logo darauf ist, gilt sie nicht mehr automatisch – und das ist der Punkt, an dem in der Praxis die meisten Reklamationen entstehen. Entscheidend ist, ob das Motiv fest mit dem Gewebe verbunden ist oder darauf liegt.
Stickerei eignet sich besonders für Arbeitskleidung mit heißer Wäsche, weil das Motiv aus Garn besteht, das durch das Gewebe geführt wird. Es kann sich nicht ablösen, und Polyester-Stickgarn ist farbstabil. Zu beachten ist, dass die Baumwolle bei Kochwäsche stärker arbeitet als das Stickvlies hinter dem Motiv – bei sehr großen, dicht gestickten Flächen kann sich der Stoff ringsum leicht wellen. Für ein Brustlogo in üblicher Größe ist das unkritisch; Unterlage und Stichdichte stimmen wir auf das Motiv ab. Wir sticken auf ZSK-Maschinen, was für die Wiederholgenauigkeit bei Nachbestellungen relevant ist.
Beim DTF-Transferdruck verbindet ein thermoplastischer Kleber das Motiv mit dem Stoff – ein Material, das durch Hitze weich wird. Dass es bei jedem Waschgang erneut nahe an diesen Bereich kommt, tut ihm auf Dauer nicht gut. Beim Siebdruck liegt die Farbe als Schicht auf dem Gewebe, ist mechanisch sehr robust, wird durch wiederholte Kochwäsche aber ebenfalls beansprucht.
Unsere Empfehlung: Wenn tatsächlich bei 95 °C gewaschen wird – Küche, Hotellerie, Pflege, Lebensmittelverarbeitung – nehmen Sie Stickerei. Soll gedruckt werden, planen Sie mit 60 °C und sagen Sie das dem Team oder der Wäscherei vorher. Bei gewerblicher Wäscherei mit chemischen Zusätzen bitte vorab Bescheid geben: Industriewäsche ist deutlich härter als eine Haushaltsmaschine bei derselben Temperatur.
Platzierung und Verfahren nach Teamgröße
Bei einem Polo ist die linke Brust die übliche Position für das Firmenlogo, weil sie beim Sitzen und im Gespräch sichtbar bleibt. Der Ärmel eignet sich für ein zweites Element, etwa eine Abteilung oder eine Zertifizierung. Der Kragenrücken trägt kleine Schriftzüge, ist aber wegen der Rippstruktur nur für schlichte Motive geeignet. Für Namen einzelner Mitarbeiter ist die rechte Brustseite die saubere Lösung, weil sie unabhängig vom Firmenlogo gesetzt werden kann.
Die Stückzahl entscheidet über das Verfahren. Beim Siebdruck wird pro Farbe ein Sieb angefertigt; diese Einrichtung fällt einmal an und verteilt sich dann auf alle Teile, weshalb das Verfahren erst ab größeren Auflagen wirtschaftlich wird. Stickerei und DTF-Transferdruck kommen ohne diesen Aufwand aus und sind damit auch für kleine Betriebe sinnvoll. Für Motive mit Farbverlauf gibt es zusätzlich die Coloreel-Stickerei, bei der der Faden direkt an der Maschine eingefärbt wird – Übergänge lassen sich damit sticken statt in harte Farbflächen zu zerlegen. Der Faden trägt allerdings zu jedem Zeitpunkt genau eine Farbe; zwei Farben nebeneinander bleiben ein Fall für die klassische Mehrnadelstickerei.
Mit oder ohne Markenlabel
Das Modell ist wahlweise mit oder ohne Markenlabel in der Seitennaht erhältlich. Für Betriebe, die ihre Ausstattung als eigene Linie führen, ist die Variante ohne Label naheliegend. Wer Textilien ohne Herstellerkennzeichnung unter eigenem Namen in den Verkehr bringt, tritt nach der EU-Textilkennzeichnungsverordnung selbst als Hersteller auf und schuldet damit die Angabe der Faserzusammensetzung, dauerhaft angebracht und gut lesbar. Bei Arbeitskleidung, die ein Betrieb stellt und nicht verkauft, ist die Lage entspannter; sobald die Teile verkauft werden, gilt sie voll. Wir nähen auf Wunsch ein eigenes Label mit ein – wie ein durchgängiger Auftritt über mehrere Artikel hinweg aussieht, zeigt der Branding-Service.
Für welche Betriebe das Modell passt
Gastronomie und Hotellerie
Weiße Ware bei 95 °C, dann mit Stickerei statt Druck
Handwerk mit Kundentermin
Der Kragen macht den Unterschied zum T-Shirt beim Kunden
Service und Technik
Seitenschlitze für Bewegungsfreiheit bei Montagearbeit
Handel und Empfang
Formstabiler Kragen auch nach Monaten täglicher Wäsche
Als Ergänzung werden häufig Arbeitsshirts und Sweatshirts in derselben Farbwelt bestellt, damit die Ausstattung über das ganze Jahr trägt; passende Modelle stehen unter Handwerker-Workwear. Fertig bestickte Varianten finden sich unter bestickte Poloshirts.
Poloshirts besticken lassen in Fürth, Nürnberg und Erlangen
Unsere Werkstatt liegt im Fürther Norden, im Knoblauchsland direkt an der Stadtgrenze zu Nürnberg — rund 20 Autominuten vom Nürnberger Hauptbahnhof und etwa 10 Minuten vom Flughafen Nürnberg. Damit sind wir für Betriebe aus Fürth, Nürnberg, Erlangen, Stein, Oberasbach, Zirndorf, Schwabach und Herzogenaurach gut erreichbar; Abholung vor Ort ist nach Vereinbarung möglich.
Wir veredeln in eigener Produktion und legen die Stickdatei ab, sodass eine Nachbestellung in zwei Jahren dasselbe Ergebnis liefert wie die Erstauflage. Für Betriebe mit laufendem Bedarf richten wir einen Partnershop ein, über den Mitarbeiter selbst in der richtigen Größe nachbestellen. Liegt noch keine verwendbare Vorlage vor, übernimmt das die Datenerstellung; eine erste Preisorientierung gibt der Preiskalkulator.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Piqué und glattem Jersey?
Piqué wird so gestrickt, dass eine wabenartige Oberfläche entsteht, während Jersey glatt durchläuft. Die Struktur lässt mehr Luft an die Haut, macht die Fläche steifer und damit formstabiler und kaschiert Knitter besser. Für ein Polo, das acht Stunden getragen und danach gewaschen wird, ist Piqué die passende Bindung.
Hält eine Stickerei die 95-Grad-Wäsche aus?
Stickerei ist von allen Verfahren das mit der größten Reserve, weil das Motiv aus Garn besteht, das durch das Gewebe geführt wird und sich nicht ablösen kann. Polyester-Stickgarn ist zudem farbstabil. Zu beachten ist, dass die Baumwolle bei Kochwäsche stärker arbeitet als das Vlies hinter dem Motiv – bei sehr großen, dicht gestickten Flächen kann sich der Stoff ringsum leicht wellen. Unterlage und Stichdichte werden deshalb auf das Motiv abgestimmt.
Kann ich bedruckte Polohemden bei 95 Grad waschen?
Davon raten wir ab. Die Angabe des Herstellers gilt für das unveredelte Textil. Beim DTF-Transferdruck verbindet ein thermoplastischer Kleber das Motiv mit dem Stoff, und wiederholte Kochwäsche beansprucht ihn dauerhaft. Siebdruck ist mechanisch robuster, wird aber ebenfalls angegriffen. Für bedruckte Arbeitskleidung empfehlen wir 60 °C, auf links gewaschen.
Welche Größen gibt es?
Der Hersteller führt das Modell in den Größen S bis 4XL. Für eine Teamausstattung empfiehlt sich trotzdem ein Musterteil, das durch den Betrieb geht, bevor die Größenliste ausgefüllt wird – Schnitte fallen je nach Hersteller unterschiedlich aus, und geschätzte Größen sind die häufigste Ursache für Nachbestellungen.
Wohin gehört das Firmenlogo auf einem Polo?
Die linke Brust ist die übliche Position, weil sie beim Sitzen und im Gespräch sichtbar bleibt. Der Ärmel eignet sich für ein zweites Element wie eine Abteilung oder eine Zertifizierung. Der Kragenrücken trägt kleine Schriftzüge, ist wegen der Rippstruktur aber nur für schlichte Motive geeignet. Namen einzelner Mitarbeiter setzt man am besten auf die rechte Brustseite.
Ab wie vielen Stück lohnt sich eine Bestellung?
Das hängt vom Verfahren ab. Stickerei und DTF-Transferdruck sind auch bei kleinen Mengen möglich, weil keine aufwendige Einrichtung anfällt – ein Betrieb mit fünf Mitarbeitern lässt sich damit sinnvoll ausstatten. Siebdruck lohnt sich erst ab größeren Auflagen, weil pro Farbe ein Sieb angefertigt wird. Für Ihre konkrete Stückzahl rechnen wir die Varianten gegeneinander.
Was muss ich beachten, wenn ich Ware ohne Markenlabel bestelle?
Das Modell ist wahlweise mit oder ohne Markenlabel in der Seitennaht erhältlich. Wer Textilien ohne Herstellerkennzeichnung unter eigenem Namen in den Verkehr bringt, tritt nach der EU-Textilkennzeichnungsverordnung selbst als Hersteller auf und muss die Faserzusammensetzung dauerhaft und gut lesbar selbst kennzeichnen. Bei Arbeitskleidung, die der Betrieb stellt und nicht verkauft, ist die Lage entspannter. Auf Wunsch nähen wir ein eigenes Label mit ein.
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